Freitag, 9. September 2016

Rezension zu "Jagdtripp" von Jack Ketchum





Titel: Jagdtripp
Autor: Jack Ketchum
Verlag: Heyne Hardcore
Erscheinungsdatum: 13.06.2016
Seiten: 368
Reihe: nein
Print: 9,99 Euro
Ebook: 8,99 Euro
ISBN: 978-3453677067






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Infos zum Autor:


Jack Ketchum ist das Pseudonym des ehemaligen Schauspielers, Lehrers, Literaturagenten und Holzverkäufers Dallas Mayr. Seine Horrorromane zählen in den USA unter Kennern neben den Werken von Stephen King oder Clive Barker zu den absoluten Meisterwerken des Genres und wurden mehrfach ausgezeichnet.



Kurzbeschreibung 


Lee ist lebend aus dem Krieg zurückgekehrt, doch er ist ein anderer Mensch geworden. Die Erinnerung verfolgt ihn in seinen Träumen. Er lebt zurückgezogen tief in einem Wald und meidet den Kontakt zu Menschen. Aber heute ist er nicht allein. Eine Gruppe Camper ist in seine zerbrechliche Welt eingedrungen. Er hört ihre Stimmen, beobachtet ihr Lager. Mit einem Mal ist der Krieg zurück. Und Lees Besucher müssen um ihr Leben kämpfen ...


Meine Meinung 


Als Fan von Jack Ketchum musste ich auch unbedingt dieses Buch lesen.
Das Cover finde ich persönlich etwas nichtssagend, der Klappentext passt aber gut zum Inhalt.

Ich liebe den Schreibstil dieses Autors. Er schafft es mich ab der ersten Seite zu fesseln. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, auch wenn ich mich in keinem von ihnen wiedergefunden habe. 

Lee der ehemalige Vietcong ist glaubhaft dargestellt. Seine Lebensart und seine Erinnerungen haben mir immer wieder Gänsehaut bereitet. Man kann ihn in dieser Geschichte nicht komplett als den "Bösen" akzeptieren, weil seine Vergangenheit zunächst Mitleid beim Leser hervorruft. 

Die Camper im Wald ignorieren leichtsinnigerweise einige Anzeichen und schließlich beginnt ein tödliches Katz- und Maus-Spiel.
Es sind wirklich brutale und blutige Szenen dabei, ganz wie man es in diesem Genre erwarten kann, auch Nervenkitzel und die Angst der potenziellen Opfer war zu spüren. 

Trotzdem hat es an Spannung gemangelt. Man weiß ja hier von Anfang an, was in etwa passieren wird und so konnte ich zumindest nicht mehr überrascht werden. Was mich auch etwas gestört hat, ist die Tatsache, dass erst sehr spät mal was passiert ist. Bereits über die Hälfte des Buches hatte ich schon gelesen und fragte mich, wann es den nun endlich mal richtig losgeht. 

Fazit: Interessantes Thema, glaubhaft und gut ausgearbeitet, aber leider etwas zu wenig Action und Spannung in der ersten Hälfte. Das ist man von diesem Autor anders gewohnt. Es hat mich gut unterhalten, aber nicht vom Hocker gehauen.



Herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

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