Donnerstag, 24. November 2016

Rezension zu "9 - Die Wiederkehr" von Paul Pen





Titel: 9 - Die Wiederkehr
Autor: Paul Pen
Verlag: Heyne
Genre: Thriller
Erscheinungsdatum: 11.02.2013
Seiten: 400
Print: nur noch gebraucht
Ebook: 7,99 Euro
Reihe: nein
ISBN: 978-3453436947



Hier geht's zum Buch:


https://www.randomhouse.de/ebook/9-Die-Wiederkehr/Paul-Pen/Heyne/e416688.rhd


Infos zum Autor:


https://www.randomhouse.de/Autor/Paul-Pen/p460016.rhd



Kurzbeschreibung


Léo ist neun Jahre alt. Eines Tages entdeckt er einen Brief in seiner Schultasche, in dem ihm sein eigener Tod prophezeit wird. Léos Schicksal scheint unausweichlich: Am 14. August 2009 soll er sterben. Aber niemand glaubt ihm. Welche Macht ist es, die die spanische Kleinstadt Arenas schon seit Jahrzehnten heimsucht? Immer wieder geschehen dort blutige Gewaltverbrechen. Ein düsteres Schicksal scheint alle Opfer zu verbinden. Stück für Stück offenbart sich das schreckliche Muster: Jedes Mal, wenn ein Opfer stirbt, wird das nächste geboren – und niemand kann dem Fluch entkommen ...



Meine Meinung


Die Thematik des Buches hat mich sofort angesprochen und ich war sehr neugierig, wie sich das ganze entwickelt. Der Schreibstil ist leicht verständlich und angenehm. Das erste Drittel des Buches fand ich die Geschichte jedoch etwas verwirrend und vor allem zu ausschweifend. Es hat einige Zeit gedauert, bis Spannung aufkam, weil der Autor meiner Meinung nach immer wieder zu weit ausgeholt hat. Dadurch war es zum Teil sehr langatmig und ich konnte es ohne Mühe immer wieder zur Seite legen und mit einem anderen Buch weiterlesen.

Die Charaktere sind zwar gut beschrieben, aber auch da kam bei mir nicht viel an. Es ist mir nicht gelungen zu irgendjemanden einen richtigen Bezug herzustellen. Die einzige Personen, die Gefühle bei mir hervorgerufen haben, waren der kleine Leo, der mir wirklich Leid getan hat und seine Eltern, vor allem seine Mutter, die mir von Anfang an auf die Nerven gegangen ist. Im Laufe der Handlung wäre ich oft am liebsten in das Buch gesprungen, um sie zu schütteln und ihr die Meinung zu geigen. Bei Aaron wusste ich die ganze Zeit über nicht so genau, was ich mit ihm anfangen soll. Seine Entwicklung war mir stellenweise etwas zu übertrieben dargestellt, es kam bei mir einfach nicht glaubhaft an.

Als man dann endlich mal wusste, worauf der Autor eigentlich hinaus will, war es wirklich sehr spannend und man wurde auch endlich mal mitgerissen. Die Grundidee hinter diesem Buch ist wirklich toll, aber die langatmige Umsetzung hat diese leicht düstere und spannende Atmosphäre leider immer wieder zerstört. Das Ende war dann doch relativ vorhersehbar und einiges blieb ungeklärt. Man hätte wirklich vieles in der Geschichte weglassen und dafür den Schluss etwas genauer und schlüssiger gestalten können.

Fazit: Dieser Thriller bietet eine tolle Story, die leider nicht gut genug umgesetzt wurde. Anfangs habe ich sogar mit dem Gedanken gespielt, das Buch abzubrechen, allerdings wurde es gegen Mitte des Buches zumindest etwas besser, so dass ich zumindest wissen wollte, wie es ausgeht. Es ist nicht so, dass ich grundsätzlich davon abraten würde diese Geschichte zu lesen, aber meiner Meinung nach verpasst man nichts, wenn man es nicht liest.





Kommentare:

  1. Hallo Marion,
    danke für die ehrliche Rezension. Es ist wohl kein Zufall, dass dieses Buch als Print nicht mehr erhältlich ist ;) Und wieder ein Beispiel, dass - ich bin jetzt mal gehässig - jemand mit guten Kontakten zu den Medien ein Buch veröffentlicht, es hochgejubelt wird (man lese nur die Beschreibung bei Amazon) und dann sang- und klanglos verglüht. :) Nochmal danke, das bewahrt mich vor dem Kauf eines offensichtlich nicht ausgereiften Buches. Hier hat wohl auch das Lektorat versagt (Stichpunkt Weitschweifigkeit). Übrigens hätte ich nach deiner Beschreibung eher 2 als 3 Sterne erwartet ;)
    Liebe Grüße, Jürgen

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  2. Hallo Jürgen,

    da hast du rech! Es war auch keine leichte Entscheidung, ich habe lange überlegt, ob 2 oder 3 Sterne, aber da ich zwischendurch doch immer wieder gefesselt war und mir die Grundidee so gut gefallen hat, wollte ich fair sein! ;-)

    Lg, Marion

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