Montag, 23. Januar 2017

Rezension zu "Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche" von Marie Lu



Titel: Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche
Autorin: Marie Lu
Verlag: Loewe
Genre: Fantasy
Erscheinungsdatum: 16.01.2017
Seiten: 416
Print: 18,95 Euro
Ebook: 14,99 Euro
Reihe: ja / Band 1
ISBN: 978-3785583531

Hier geht's zum Buch:


http://www.loewe-verlag.de/titel-0-0/young_elites_die_gemeinschaft_der_dolche-7836/

Infos zur Autorin:


http://www.loewe-verlag.de/person-0-0/marie_lu-633/

Kurzbeschreibung


Über Nacht verfärbten sich Adelinas wunderschöne schwarze Haare plötzlich silbern. Seit sie das mysteriöse Blutfieber überlebte, ist die Tochter eines reichen Kaufmanns gezeichnet und von der Gesellschaft verstoßen. Aber die Krankheit hat ihr nicht nur eine strahlende Zukunft genommen, sondern auch übernatürliche Kräfte verliehen. Und Adelina ist nicht die Einzige. Die Gemeinschaft der Dolche wird vom König gejagt und gefürchtet, denn mit ihren unerklärlichen Fähigkeiten sind sie imstande, ihn vom Thron zu stürzen. Doch dazu benötigen sie Adelinas Hilfe ...


Meine Meinung


Da viele erste Meinungen sehr positiv waren, bin ich schnell auf dieses Buch aufmerksam geworden. Auch der Klappentext und das tolle Cover haben mich neugierig gemacht.
Eigentlich konnte ich in die Geschichte recht schnell eintauchen und auch Spannung war von Anfang an dabei.

Adelina ist zunächst sehr interessant, man hat oftmals Mitleid mit ihr, vor allem wegen ihrer teils harten Kindheit, aber nach und nach verliert sich das immer mehr, denn ihre Handlungen wurden für mich zum Großteil absolut nicht nachvollziehbar. Sie ist oft falsch, feig, teils gefährlich, schwer einzuschätzen und auch nervig!
Raffaelle wirkt auf den ersten Blick lieb und beschützerisch, aber auch er ist nicht unbedingt vertrauenswürdig.
Unnahbar, mächtig und stark kommt Enzo rüber, er hat aber ebenfalls eine dunkle Seite! Der typische Bösewicht ist Teren und in der Hinsicht ist die Ausarbeitung echt gelungen.
Die einige Beziehung, die ich ansatzweise herstellen konnte beim Lesen, war zu Violetta. Sie ist anfangs die unscheinbare Lieblingstochter, im Nachhinein aber eine vielversprechende Person, auf deren Entwicklung ich sehr gespannt bin.

Die Grundidee ist eigentlich super, genauso wie die Handlungsorte, aber leider ist hier viel verschenktes Potenzial, da einfach viel zu wenig beschrieben wird. Ich hatte Schwierigkeiten mir manche Dinge, vor allem Standorte vorzustellen, einzig die schöne Karte im Buch hat bei der Orientierung geholfen.

Was mir ma meisten gefehlt hat, waren Emotionen, es gab so viele Szenen, die mich hätten zerreißen, oder zumindest berühren müssen, aber hier leider gar nichts, ich war oftmals eher noch genervt! Auch die Personen reagierten auf alles für meinen Geschmack viel zu emotionslos und kaltherzig! Einzig die kleine Romanze von Adelina konnte mir kurzzeitig ein paar Gefühle entlocken.

Auch fehlte mir irgendwie die Verbundenheit bzw. der Zusammenhalt von Personen! Da kam nichts rüber, man tat sich insgesamt schwer auszumachen wer ist auf welcher Seite, hält eigentlich irgendwer richtig zusammen und wer sind hier eigentlich die Guten in der Geschichte! Denn auch wenn das Ziel verständlich ist, der Kampf nach Gerechtigkeit scheint allerdings von allen rücksichtslos zu sein.
Es gab so viele Intrigen, Unsicherheit, Verrat, Verwirrtheit, kein Vertrauen, da war es schwer richtig einzutauchen! Man hat es einfach so runtergelesen, ohne dabei groß etwas zu empfinden, außer eben oft Genervtheit! Spannung war trotz allem vorhanden, es passiert sehr viel Schlag auf Schlag und auch vorhersehbar war es in keinster Weise! Gerade zum Ende hin gab es mehrere Wendungen, die mich, trotz fehlender Emotionen, zumindest entsetzt haben!

Auch wenn ich von diesem Buch etwas enttäuscht bin, da ich mir viel mehr erwartet und erhofft hatte, möchte ich dennoch die Fortsetzung lesen, da  ich Hoffnung habe, dass der zweite Band besser wird! Gerade zum Ende hin gibt es einige vielversprechende Überraschungen und deswegen muss ich dieser Reihe auf jeden Fall noch eine zweite Chance geben!

Fazit: Tolle Grundidee, spannend, actionreich und unvorhersehbar. Die Geschichte ist einzigartig, aber mir persönlich zu gefühllos geschrieben. Empfehlen kann ich sie daher nur bedingt, ich würde aber auch nicht grundsätzlich abraten, da doch vielversprechende Ansätze vorhanden sind!



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