Mittwoch, 29. März 2017

Rezension zu "Starters" von Lissa Price




Verlag: ivi
Erscheinungsdatum: 12.03.2012
Genre: Dystopie
Seiten: 400
Ebook: 8,99 €
HC: 15,99 €
TB: 9,99 €
Reihe: ja / Band 1 (Dilogie)



Inhalt


Die Body Bank, ein mysteriöses wissenschaftliches Institut, bietet Callie eine einzigartige Möglichkeit, an Geld zu kommen: Sie lässt ihr Bewusstsein ausschalten, während eine reiche Mieterin die Kontrolle über ihren Körper übernimmt. Aber Callie erwacht früher als geplant, in einem fremden Leben. Sie bewohnt plötzlich eine teure Villa, verfügt über Luxus im Überfluss und verliebt sich in den jungen Blake. Doch bald findet sie heraus, dass ihr Körper nur zu einem Zweck gemietet wurde - um einen furchtbaren Plan zu verwirklichen, den Callie um jeden Preis verhindern muss ...



Meine Meinung


Das Cover ist meiner Meinung nach interessant, wenn auch irgendwie nichtssagend. Als Fan von Dystopien, fand ich allerdings den Klappentext sehr ansprechend und war mehr als gespannt auf die Geschichte.

Callie war mir auf Anhieb sympathisch. Sie ist eine starke, kämpferische Protagonistin, die alles für ihren kleinen Bruder Tyler tun würde. Dieser lässt wiederum dem Leser das Herz aufgehen. Immer wieder in der Geschichte wurde ich von diesem besonderen innigen Verhältnis der beiden Geschwister sehr berührt. Auch Michael ist loyal und zuverlässig, wenngleich ich zu ihm noch keinen richtigen Zugang fand. Seine persönlichen Gefühle und Ansichten waren für mich teilweise etwas schwammig. Die Enders werden oftmals kaltherzig und sehr egoistisch beschrieben und die Autorin hat es hervorragend geschafft, alles glaubhaft zu vermitteln. Helena ist eine der wenigen, die sich trotz einigen fragwürdigen Entscheidungen, gegen die Body Bank zur Wehr gesetzt hat. Wer mir auch sofort ans Herz gewachsen ist, obwohl sie nur ein Nebencharakter ist, war die kleine Sara. Mit ihrer kindlichen, herzlichen Art, konnte ich sofort mit ihr mitfühlen.

Die Grundidee ist wirklich gigantisch! Die Möglichkeit in einem bestimmten Alter einen jüngeren Körper zu mieten, ist auf der einen Seite sehr verführerisch und gleichzeitig beängstigend. Der Verlauf der Geschichte ist absolut nachvollziehbar. Zudem kann man sich sehr gut vorstellen, dass dies auch in Wirklichkeit so geschehen könnte. Reiche Menschen haben Macht und bei solchen Möglichkeiten, ist immer auch mit Egoismus und Gier zu rechnen.

Es gab viele überraschende Momente, einige davon haben mich entsetzt, andere Wendungen wiederum haben mich mit Freude erfüllt. Bei einer Szene war ich so geschockt, dass ich mit geöffnetem Mund vor dem Buch saß und es einfach nicht fassen konnte. Genau solche Momente sind wirklich ganz besonders und egal ob positiv oder negativ, es ist immer ein „Kick“, der nicht jedem Autor gelingt. Insgesamt war es eine fantastische Mischung aus Action, Trauer, Freude, Hoffnung und ein bisschen Liebe. Der Cliffhanger am Ende ist zwar zu ertragen und doch bin ich sehr froh, dass ich den zweiten Band schon zu Hause habe, denn lange wird dieser nicht auf sich warten lassen.

Fazit: Starters ist der Auftakt einer hervorragenden, realitätsnahen und beängstigenden Dystopie, mit einer tollen und starken Hauptprotagonistin. Allgemein sind die Charaktere sehr gut durchdacht und ausgearbeitet. Es wird alles super beschrieben und bietet gleichzeitig die Möglichkeit für genug eigene Vorstellungen. Beim Lesen empfand ich es als Kopf-Kino pur und ich würde mir eine Verfilmung absolut gigantisch vorstellen. Ich freue mich sehr auf den zweiten und finalen Band und kann die Reihe wirklich nur jedem empfehlen!



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