Mittwoch, 3. Mai 2017

Rezension zu "Selkie" von Antonia Neumayer



Verlag: Heyne
Genre: Fantasy
Erscheinungsdatum: 10.04.2017
Seiten: 512
Print: 12,99 €
Ebook: 9,99 €



Inhalt


Als Kate im Hafen ihrer kleinen Heimatinsel im Orkney-Archipel die drei Fremden das erste Mal sieht, weiß sie, dass es Ärger geben wird. Die Männer sind gekommen, um ihren älteren Bruder Gabe mitzunehmen. Doch wohin und warum, das verraten sie nicht. Und das ist völlig inakzeptabel, findet Kate. Heimlich schleicht sie sich auf den Kutter der Fremden, um Gabe zu retten. Doch dann taucht der geheimnisvolle Ian an Bord auf, ein Schuss fällt. Und plötzlich springt Kate an Ians Seite in die eiskalte Nordsee. Mitten hinein in ein Abenteuer, das alles, was sie bisher über ihre Familie und ihre Inselwelt wusste, ins Wanken bringt …


Meine Meinung


Als großer Fan von Büchern über Meerwesen, haben mich Cover und Klappentext natürlich sofort neugierig gemacht.

Den Schreibstil habe ich gleich als sehr angenehm empfunden und der Einstieg in die Geschichte war sehr vielversprechend. Kate war mir gleich sympathisch, ebenso wie ihr Bruder Gabe, der zwar erst einmal hauptsächlich nur durch die Erzählungen seiner Schwester richtig greifbar ist, aber diese intensive Verbundenheit hat die Autoren sehr glaubhaft und toll vermittelt.

Man wird nach und nach in die Geschichte eingeführt und ganz langsam erschließen sich die Hintergründe. Die Idee hat mir wirklich toll gefallen, aber es war leider immer wieder zu langatmig. Zwischenzeitlich kam zwar immer wieder Spannung auf, doch diese ist viel zu schnell abgeflacht, weil für mich einfach vieles zu ausschweifend dargestellt wurde.

Was mir jedoch sehr gut gefallen hat, war die Tatsache, dass man sich wirklich beim Lesen immer wieder gefragt hat, wer eigentlich die Bösen in diesem "Krieg" sind. Die einzelnen Charaktere wurden super ausgebaut, sodass man sich gut in einzelner Gefühlswelten hineinversetzen konnte.

Zum Ende hin wurde die Handlung auch richtig rasant, es kam mir so vor, als wäre es erst richtig losgegangen. Zudem lässt es vermuten, dass es hier noch eine Fortsetzung geben wird.

Fazit: Insgesamt ist die Grundidee sehr gelungen, auch die Umsetzung hat einige vielversprechende Ansätze. Leider hätte man die Geschichte aber wesentlich kürzer halten können, damit die Spannung nicht immer abflacht. Ich habe das Buch dazwischen viel zu oft und zu gern beiseite gelegt. Trotzdem würde ich mich auf eine Fortsetzung freuen, denn die letzten Kapitel im Buch haben einige interessante Wendungen enthalten und ich würde gerne erfahren, wie es weitergeht.


Herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

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