Mittwoch, 3. Mai 2017

Rezension zu "Without Worlds" von Kerstin Ruhkieck



Verlag: Dark Diamonds
Genre: Fantasy
Erscheinungsdatum: 31.03.2017
Seiten: 330
nur als Ebook: 4,99 €
Reihe: nein



Inhalt


Die 21-jährige Clara ist eine der wenigen Überlebenden einer untergegangenen Welt. Zusammen mit dem letzten Rest der Bevölkerung lebt sie im einzigen Gebäude, das nach der großen Erderschütterung stehen blieb: ein ehemaliges Luxushotel, das einsam in den Himmel hinaufragt und von todbringenden Kreaturen umzingelt ist. Als »roter Engel« ist es ihre trostlose Aufgabe, regelmäßig das Bett mit einem ihr zugewiesenen Mann zu teilen und dessen Nachkommen auszutragen. Bis eines Tages ein neuer Überlebender zum Teil der Gemeinschaft wird und ihr Leben eine Kehrtwendung nimmt…


Meine Meinung


Ich hatte schon andere Bücher dieser Autorin gelesen, die richtig genial waren, sodass ich mich auf ihre neue Dystopie sehr gefreut habe. Der Klappentext klang mehr als vielversprechend und auch das Cover finde ich ist sehr gelungen.

Wie zu erwarten, hat mich der einnehmende lockere Schreibstil schnell überzeugt und in eine düstere beängstigende Zukunftsversion entführt. Diese komplette Welt hat mich total fasziniert und die Idee dahinter ist hervorragend.

Hier kommt nun das Aber:
Die Hauptprotagonistin Clara konnte ich von Anfang an nicht ausstehen. Sie ist sehr eigen und ich konnte mich wirklich kaum in ihre Handlungen hineinfühlen. Das hat mich allerdings noch nicht gestört, denn wenn ich im Genre Horror lese, fühle ich mich den Charakteren auch nicht unbedingt verbunden.
Was mich jedoch gestört hat, ist für mich die Tatsache, dass sich die gesamte Geschichte hauptsächlich in diesem Hotel der Überlebenden abspielt und ich die ganze Zeit über das Gefühl hatte, die Story würde nicht so richtig in die Gänge kommen!

Die Autorin hat eine faszinierende Welt mit sämtlichen Gefahren, vor allem durch diese angsteinflößenden Kreaturen erschaffen und nutzt sie nicht!
Für mich habe ich zu wenig über die ganzen Hintergründe erfahren, das System der Überlebenden, die Machtspielchen usw.! Im Mittelpunkt stand die ganze Zeit Clara und ihre Besessenheit eines Mannes, der plötzlich dort aufgetaucht ist, obwohl es doch draußen keine Überlebenden geben sollte!

Mit Kian dachte ich, kommt nun etwas Fahrt in das Ganze, aber nein weit gefehlt! Auch von ihm erfährt man nur sehr wenig, wo er herkommt und was in der Welt der Kreaturen sonst noch los ist.
Erst ganz am Ende dachte ich, es geht nun los, die Flucht hat begonnen, hier beginnt also das Abenteuer! Doch wieder weit gefehlt, es war kein Abenteuer, sondern mehr ein kurzer Ausflug, wieder mit kaum Informationen!

Ich lese wirklich sehr gerne Bücher, die keine Happy Ends haben, ich wage zu behaupten, dass ich sogar ein Fan davon, bin, weil es gerade diese Geschichten sind, die uns nachhaltig in Erinnerung bleiben! Aber hier bin ich wirklich sehr enttäuscht! Nicht wegen dem Ende, denn für mich ist das kein Ende, das ganze Buch wirkt auf mich unausgereift und ich habe jetzt im Nachhinein das Gefühl, dass ich aufgrund von viel zu wenigen Informationen nicht voran gekommen bin! Es fühlt sich nicht an, als hätte ich eine Dystopie gelesen, sondern die Geschichte einer gebrochenen Frau, die in einer dystopischen Welt lebt, sehr schade bei diesem Potential!

Fazit: Without Worlds hatte für mich wahnsinniges Potential, das aber leider komplett verschenkt wurde. Mir ist bewusst, dass viele andere von dieser Geschichte begeistert sind, aber für mich persönlich hat es sich nun mal nicht wie eine Dystopie angefühlt. Es hat mir an Spannung gefehlt, Action, Gefühl, leider irgendwie an allem. Ich brauche auch kein super tolles Ende und ich liebe Freiraum für eigene Gedanken, aber hier ist mir das ganz klar zu viel! Deswegen kann ich hier auch leider keine Lese-Empfehlung aussprechen.


Herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen