Dienstag, 13. Juni 2017

Rezension zu „Die Anstalt der Toten“ von Moe Teratos



Verlag: Selfpublisher
Genre: Horror
Erscheinungsdatum: 17.05.2015
Seiten: 328 Seiten
Print: 9,99 €
Ebook: 2,99 € oder via Kindle Unlimited
Reihe: nein



Inhalt


Yannick Gerlach ist der Sohn liebender und wohlhabender Eltern, eigentlich sollte er ein glücklicher junger Mann sein, doch das ist er nicht. Ihn plagen Suizidgedanken und er wird immer wieder Opfer seiner eigenen Ängste.
Durch einen schrecklichen Unfall, an dem Yannick Mitschuld trägt, kommt sein kleiner Bruder Theodor ums Leben. Yannick wird in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, und was er dort erlebt, stellt jeden Schmerz, den er vorher geglaubt hatte zu spüren, in den Schatten. Denn in der Seelenheil-Klinik leben nicht nur die Patienten unter menschenunwürdigen Verhältnissen, sondern auch die Geister derjenigen, die dort gewaltsam zu Tode gekommen sind. 
Yannick versinkt in einem Sumpf aus Realität und Einbildung, aus dem es offenbar kein Entkommen gibt.


Meine Meinung


Der Klappentext zu diesem Buch war sehr vielversprechend und ich habe mir eine gruselige, unheimliche Geister-Story ausgemalt. Leider wurde ich aber enttäuscht.

Der Anfang war eigentlich noch sehr angenehm, der Schreibstil leicht verständlich. Auch die Charaktere sind ganz gut ausgearbeitet, auch wenn man sich nicht unbedingt in diese hineinversetzen kann, aber das ist in diesem Genre völlig normal. Doch leider sind bei mir überhaupt keine Gefühle angekommen, weder Angst, noch Entsetzen, was bei einigen Stellen hätte so sein sollen. Spannung war zwar stellenweise vorhanden und ich war auch neugierig, was es mit der Seelenheil-Klinik auf sich hat, aber so richtig abholen konnte mich die Geschichte leider nicht. Es war vieles für mich zu unglaubwürdig und damit meine ich, dass es einfach zu aufgesetzt und zu übertrieben wirkte. Zu einem guten Buch gehört für mich, dass egal, wie weit hergeholt ein Thema ist, es so rüber gebracht wird, dass man es beim Lesen glaubt. Das war hier leider nicht der Fall! Häufig war ich nur genervt und die Wendungen waren mir zu bizarr.

Eigentlich sehr schade, dass bei mir nichts ankam, denn die Idee dahinter hatte eigentlich so viel Potenzial. Man hätte daraus wirklich viel mehr machen können, das Setting wäre geradezu perfekt für eine Grusel-Horror-Story gewesen. Mit dem Ende hätte ich zwar nicht gerechnet, aber auch das hat mich leider nicht wirklich überzeugt oder umgehauen.

Fazit: Hinter „Die Anstalt der Toten“ steckt eine geniale Grundidee und damit alles was man für einen guten Horror-Geister-Roman braucht, aber die Umsetzung konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen. Der Schreibstil ist eigentlich angenehm und leicht verständlich, aber von der Handlung war ich gelangweilt und genervt. Geschmäcker verschieden, aber ich persönlich kann dieses Buch leider nicht weiterempfehlen.


Kommentare:

  1. Ah das hab ich auch gelesen. Fand es jetzt auch nicht sooooo gut, aber auch nbicht ganz so schlecht :)
    PS: Wenn du einen Beitrag veröffentlichst, setz mal oben eine Überschrift rein. Sonst steht da immer "unbenannt" ;)

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    1. Echt? Doch ich fand das echt nicht gut, ich hab auch zum Schluss nur noch drüber gelesen, da konnte ich einfach nicht mehr rausholen!

      Posttitel also quasi?! Und wo zeigt es dann unbenannt? 🤔

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