Sonntag, 4. Juni 2017

Rezension zu „Mederia 2 – Kampf um Tetra“ von Sabine Schulter


Verlag: Selfpublisher
Genre: Fantasy
Erscheinungsdatum: 02.06.2017
Seiten: 649
Print: folgt
Ebook: 4,99 € / Kindle Unlimited
Reihe: ja / Band 2 (Trilogie)



 Inhalt


Das beschwerliche Abenteuer durch das Himmelsgebirge liegt hinter Lana und ihren Gefährten. Der Weg hat ihnen viel abverlangt, doch ihr Ziel, die Menschenstadt Tetra, liegt nun direkt vor ihnen. Dort wollen sie die dunklen Mächte davon abhalten, in den Norden einzudringen und alles Leben zu zerstören. 
Daher werden Lanas Fähigkeiten in den kommenden Schlachten gebraucht, um den verteidigenden Völkern einen Lichtblick in der beinahe ausweglosen Situation zu geben. Sie soll zur Botin der Götter werden.
Aber ist sie dafür schon bereit?


Meine Meinung


Von Band 1 war ich mehr als begeistert und konnte es kaum erwarten zurück nach Mederia zu kommen und ganz vielen wundervollen Charakteren wieder zu begegnen. Wenn man von einer Geschichte so angetan ist, hat man natürlich sehr hohe Erwartungen. Allerdings muss man sich keine Sorgen machen, denn diese werden auf jeden Fall erfüllt. Die Cover passen auch gut zusammen, wobei mir dieses sogar noch viel besser gefällt.

Ich liebe Lana, sie ist eine tolle und starke Persönlichkeit. Bei ihr stimmt eigentlich alles, sie lässt sich nicht unterkriegen, ist absolut loyal, unglaublich sympathisch und einige der wenigen weiblichen Hauptprotagonistinnen, die mich zu keinem Zeitpunkt genervt hat. Ihr Irrlicht Sinnsa hat mein Herz wieder höher schlagen lassen, er ist aus dieser Geschichte nicht mehr wegzudenken. Auch neue Charaktere tauchen auf und besonders zwei davon nehmen eine größere Rolle ein. Famir mag ich sehr gern, er ist frech, witzig und bringt eine angenehme Frische rein. Auf Talien war ich total gespannt und muss sagen, dass er zwar auch ganz ok ist, aber nicht zu meinen Favoriten gehört, was aber vielleicht daran liegen könnte, dass er mit Gray konkurriert und an ihn kommt einfach kein anderer Mann in diesem Buch ran. Kimire die treue Beschützerin ist auch wieder mit dabei und sie strahlt eine Ruhe aus, die man sogar beim Lesen spürt.

Eigentlich ist der zweite Teil nicht extrem actionreich, es gibt viele lange Passagen, in denen nichts Außergewöhnliches passiert und trotzdem war ich jede einzelne Sekunde gefesselt. Der Schreibstil ist einfach hervorragend und schafft eine perfekte Atmosphäre, die die Zeit gerade so verfliegen lässt. Es war nie langweilig oder langatmig, es war alles rund, gut durchdacht und ich hätte noch ewig weiterlesen können. Spannung zieht sich konstant durch das gesamte Buch, manches ist zwar vorhersehbar, aber trotzdem sind so einige Überraschungen dabei, die mich umgehauen haben. Auch die Emotionen wurden wieder komplett auf mich übertragen, oftmals so intensiv, dass ich das Gefühl hatte, ich könnte Lana selbst singen hören und konnte den Bann ihrer Stimme regelrecht spüren. Nur wenige Autoren schaffen es, solche Situationen so gefühlvoll zu vermitteln. Bei einigen unerwarteten Wendungen blieben auch meine Augen nicht mehr trocken. Es war also die ganze Gefühlspalette dabei. Zum Glück gibt es keinen fiesen Cliffhanger, aber trotzdem kann ich es kaum erwarten, die letzte Reise mit Lana, Gray & Co. anzutreten.


Fazit: Mederia ist eine umfassende, fantastische Welt, die jeder kennenlernen sollte. Die Geschichte ist nicht Mega einzigartig oder neu, aber hat eine Tiefe, die einen beim Lesen alles um sich herum vergessen lässt. Man spürt zudem eine intensive Verbindung zu den Charakteren und am Ende ist man traurig sie gehen lassen zu müssen. Für mich ist diese Reihe ein Fantasy-Epos, das man nicht verpassen darf. Es gehört in jedes Bücherregal und ich möchte ganz stark behaupten, dass hier sehr viele Verlags-Bücher nicht mal ansatzweise herankommen! Für mich ganz klare, verdiente 5 Sterne!



Herzlichen Dank an die Autorin für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

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