Montag, 12. Juni 2017

Rezension zu „Noah“ von Sebastian Fitzek



Verlag: Bastei Lübbe
Genre: Thriller
Erscheinungsdatum: 20.12.2013
Seiten: 560
Print: TB 9,99 € / HC 19,99 €
Ebook: 8,49 €
Reihe: nein



Inhalt


Er weiß nicht, wie er heißt. Er hat keine Ahnung, wo er herkommt. Er kann sich nicht erinnern, wie er nach Berlin kam, und seit wann er hier auf der Straße lebt. Die Obdachlosen, mit denen er umherzieht, nennen ihn Noah, weil dieser Name tätowiert auf der Innenseite seiner Handfläche steht. Noahs Suche nach seiner Herkunft wird zu einer Tour de force. Für ihn und die gesamte Menschheit. Denn er ist das wesentliche Element in einer Verschwörung, die das Leben aller Menschen auf dem Planeten gefährdet und schon zehntausende Opfer gefunden hat.


Meine Meinung


Als großer Fan von diesem Autor bin ich nun endlich dazu gekommen, eines seiner „älteren“ Bücher zu lesen. Er ist einer der wenigen Schriftsteller, bei denen ich den Klappentext schon gar nicht mehr lesen muss, ich würde das Buch so und so kaufen.

Ich muss gestehen, dass mir bei diesem Buch der Einstieg nicht ganz so einfach gefallen ist. Der Schreibstil ist hervorragend, wie gewohnt und es ist alles perfekt durchdacht, aber zeitweise hat es sich etwas gezogen.

Der Hauptprotagonist Noah war mir schnell sympathisch und es war spannend seine Identität nach und nach zu klären. Sebastian Fitzek hat es wieder einmal perfekt verstanden den Leser zu verwirren und tolle Wendungen einzubauen. Es gab einige Überraschungen, die mich total umgehauen haben und genau solche Momente machen seine Geschichten zu etwas ganz Besonderem.

Was mir hier allerdings sehr gut gefallen hat, war die Tatsache, dass unterschwellig ein Thema mit eingebaut wurde, das alle Menschen betrifft. Der Autor geht auf die Problematik unseres Lebensstils, wie etwa der tägliche Fleischkonsum, der selbstverständliche übermäßige Wasserverbrauch, unsere Lebensmittelverarbeitung und -Entsorgung uvm., ein. Dadurch bringt er den Leser immer wieder zum Nachdenken und ich muss gestehen, dass auch ich mich bei vielen Dingen ertappt habe und mir auch nachhaltig Gedanken darüber mache. Dies wurde sehr geschickt in der Story verpackt, ohne dass es von der Haupthandlung ablenkt, zum Teil gehörte es sogar dazu.

Am Ende wurden alle Fragen geklärt, aber typisch für diesen Autor, bleibt auch wieder genügend Spielraum für eigene Schlüsse.

Fazit: Noah ist ein gelungener und spannender Thriller, der zeitweise für mich etwas langatmig war, aber insgesamt perfekt durchdacht und gut umgesetzt wurde.


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