Dienstag, 12. September 2017

Rezension Wolfsmal

Rezension zu „Wolfsmal – Die Verwandlung“ von Aurelia L. Night



Verlag: Tagträumer
Genre: Fantasy
Erscheinungsdatum: 19.06.2017
Seiten: 248
Print: 11,90 €
Ebook: 3,99 €
Reihe: ja / Band 1


Inhalt


Wenn all die Sagen, Mythen und Legenden wahr wären, welches Schicksal würde
dich erwarten? 
In einer Welt voller Magie und Geheimnissen zu leben war für Emilia immer ein
Traum. Dieser entwickelt sich jedoch zu einem Albtraum, als sie an ihrem 18.
Geburtstag in eben jene Welt gerät und die tiefen Abgründe erkennt, die sich ihr
auftun.
Denn nicht alles, was die Magie bereithält, ist zauberhaft. Dies muss Emilia auf
einem schmerzhaften Weg ohne Zurück lernen - denn, wie es scheint, sind Götter
egoistische Wesen.



Meine Meinung


Schon als das Buch das erste Mal erschienen ist, wollte ich es unbedingt lesen, an dem neuen Cover bin ich aber endgültig nicht mehr vorbeigekommen.

Von Aurelias Schreibstil bin ich ja ein Fan. Dieser ist locker, leicht, man fühlt sich schnell wohl und die Zeit fliegt nur so dahin. Auch bei diesem Buch war dies wieder der Fall. Allein der Prolog hat mich schon gekriegt und ich war von der Idee und erst recht von der Umsetzung komplett begeistert. In die folgende Geschichte konnte ich auch sofort eintauchen. Mir hat auch die Atmosphäre sehr gut gefallen, ich bin allgemein ein Fan von „besonderen Schulen“.

Allerdings gab es dann im zweiten Viertel ein paar Kleinigkeiten, die mich gestört haben. Emilia ist mir im Großen und Ganzen sympathisch, aber manchmal hat sie mir alles zu schnell hingenommen und akzeptiert und vieles ging mir dadurch auch zu schnell. Es waren Sprünge dabei, denen die nötige Tiefe gefehlt hat. Manchmal war sie mir dadurch etwas zu nervig und vor allem zu naiv. Sie hat oft ganz wenig hinterfragt, was ich nicht nachvollziehen konnte. Auch was das Liebesdreieck anging, war ich stellenweise etwas genervt, wobei es hier einige überraschende Wendungen gibt im Laufe der Geschichte.

Damit wären wir nämlich bei den Entwicklungen. Sowohl Emilias persönliche, wie auch die der Geschichte hat mir total gut gefallen. Gerade das letzte Drittel des Buches hat mich komplett abgeholt, die Ereignisse haben sich überschlagen und ich war schlichtweg begeistert. Zudem muss ich noch erwähnen, dass es mir vor allem Finn total angetan hat. Die Autorin hat es geschafft viele tolle Charaktere einzubauen und bei den meisten hat man lange Zeit keine Ahnung, auf welcher Seite sie stehen. Ich wusste nie wirklich, wem kann man trauen, wer sagt jetzt eigentlich die Wahrheit?

Fazit: Wolfsmal ist ein toller Auftakt, der mit vielen unvorhersehbaren Wendungen punkten kann. Die Autorin hat mich oft an der Nase herumgeführt und dafür gesorgt, dass ich das Buch spätestens ab der Hälfte vor Spannung kaum noch aus der Hand legen konnte. Der Bezug zur Mythologie ist absolut gelungen und ich liebe es, wie dies hier mit der kompletten Geschichte verknüpft wurde. Auch wenn es einige kleine Kritikpunkte gab, so hat mich doch vor allem das letzte Drittel so überzeugt, dass ich gute 4,5 Sterne vergeben muss. Das Ende ist ganz typisch Aurelia, man freut sich einfach riesig auf den zweiten Band.




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