Dienstag, 15. Mai 2018

Schließung meines Blogspot-Blogs


Schließung meines Blogspot-Blogs


Meine Lieben, am 25.05.2018 ist es so weit und die DSGVO tritt in Kraft. Viele von euch können es bestimmt schon nicht mehr hören, aber leider muss man sich früher oder später damit auseinandersetzen. 

Ich habe mich daher dazu entschieden, in Zukunft selbst zu hosten und meinen Blog mit zu Strato/Wordpress zu nehmen. 

In den letzten 2-3 Wochen habe ich alles mir Mögliche umgesetzt und denke bzw. hoffe, dass ich alles beachtet habe.

Ihr findet mich unter: 


Es würde mich freuen, wenn einige auch dort hin und wieder vorbeischauen. Folgen wird dort leider nicht mehr möglich sein. Wer mir auch auf Facebook folgt, bleibt auch über die zukünftigen Beiträge immer auf dem neuesten Stand.

Der Umzug war insgesamt machbar, ich hatte vorher auch überhaupt keine Ahnung von diesem Thema. Es ist etwas zeitaufwendig, aber wenn man nach und nach immer wieder ein bisschen dran arbeitet, kann man es auch entspannt über die Bühne bringen. 

Gerne dürft ihr mir auch Fragen stellen. Ich bin zwar kein Profi, aber das ein oder andere hab ich jetzt schon gelernt. 

Wie sieht es eigentlich bei euch aus? Bleibt ihr bei Blogspot?


Dienstag, 1. Mai 2018

Wenn Kritik zu einer ernstzunehmenden Unterstellung wird


Wenn Kritik zu einer ernstzunehmenden Unterstellung wird...


... kann nicht geschwiegen werden!




Heute muss ich mich noch einmal zu einem Buch äußern, das mich am Ende absolut überzeugen konnte und über das ich meine Meinung hier auch schon kundgetan habe, nämlich „Die schwarze Zauberin“!

Ausschlagend dafür ist für mich eine Kritik, Rezension, die in den letzten Tagen online ging! Ich bin immer absolut offen und akzeptiere andere Meinungen und kann verstehen, dass Geschmäcker unterschiedlich sind! Dies soll auch kein Angriff werden, aber für mich werden hier Tatsachen absolut falsch dargelegt, anders kann ich es nicht sagen, oder wir haben ein anderes Buch gelesen! 

Der Geschichte wurden Rassismus, Sexismus und Homophobie vorgeworfen, was an sich definitiv Themen in diesem Buch sind! Doch ich habe mich kurz gefragt, ob man die Message, den Hintergedanken, einfach nicht verstanden hat, denn ich kann einfach absolut nicht nachvollziehen, wie man hier zu dem Schluss kommen kann, dass dieses Buch diese Dinge verherrlicht, unterstützt oder es Darstellungen liefert, um dies zu rechtfertigen! 
Dies würde dann in meinen Augen ja sogar bedeuten, dass ich diese Dinge ebenfalls verharmlose oder Ähnliches, weil mir das Buch gefällt! 

Vor allem diesem Buch und der Autorin zuliebe kann ich das so einfach nicht schweigend stehen lassen, das kann ich mit mir nicht vereinbaren!
Die Geschichte und die Schriftstellerin, sogar die liebenden Leser, werden in ein Licht gerückt, das dieses Buch nicht verdient hat, genau deswegen ist auch Teilen absolut erwünscht, damit auch andere Ansichten zu diesem Buch gesehen werden!

Meine genaue Sichtweise könnt ihr in meinem Beitrag nachlesen! Allerdings sind hier dann auch Spoiler enthalten! Solltet ihr also das Buch noch lesen wollen, dann verzichtet ab hier besser darauf! 



Ja, in dem Buch „Die schwarze Zauberin“ werden gesellschaftskritische Themen behandelt und ich finde es gut, denn viel zu oft werden diese totgeschwiegen, dabei sind sie doch auch heute noch ein großes Problem! So viel mal dazu!

Dass dieses Buch, diese Themen verherrlicht, rechtfertigt oder Ähnliches ist nicht der Fall!

Genauso wenig ist nur Elloren rassistisch! Wirklich jeder (ok, die meisten) in dieser Geschichte ist zunächst von seiner Rasse überzeugt! Die Prota legt zeitweise ein sehr rassistisches Verhalten an den Tag, doch es wird ihr genauso entgegengebracht und dies, finde ich, ist vorneweg schon mal ein sehr wichtiger Aspekt!

Elloren ist komplett abseits aufgewachsen, nur mit ihrem Onkel, ihren Brüdern und wenigen Nachbarn, mit denen sie jedoch nicht wirklich etwas zu tun hatte! Von Geburt an wurde es ihr gelernt, dass andere Rassen, aufgrund bestimmter Verhaltensweisen etc. schlecht sind, minderwertig oder Ähnliches! 
Sie ist übrigens 16 Jahre alt, was für mich auch noch wichtig ist dabei! Zudem sollte man nicht mit sich selbst vergleichen, jeder Mensch ist anders und da ist es auch in der Realität nicht zu weit hergeholt, dass Kinder oft die Meinungen und Verhaltensweisen ihrer Eltern annehmen und ausleben! 
Natürlich rechtfertigt dies nicht das eigene Verhalten, aber es wird im Buch hervorragend dargestellt und vermittelt, wie es oft auch im realen Leben zu Vorurteilen kommt! Denn häufig ist es nun mal die Erziehung, die die Grundlagen legt und wie gesagt, nicht jeder Mensch ist gleich! 

Es ist auch absolut falsch, dass die Prota von heute auf morgen alles anders sieht! Denn das ist in dem Buch als sehr langer Weg und Prozess dargestellt! Man erlebt, wie sie das Gelernte immer mehr in Frage stellt, andere Rassen und Wesen kennenlernt und langsam nach und nach immer mehr Freundschaften schließt! Das ist ganz wundervoll vermittelt, teils sogar herzergreifend, weil ich mir wünschen würde, manche würden sich daran in der Realität ein Beispiel nehmen, ihre Vorurteile ablegen und Chancen geben!
Und das ist auch die Message der Autorin! Auf grandiose Art und Weise zeigt sie auf, wie Rassismus teilweise entsteht, der Hass, die Vorurteile! Und sie zeigt, dass es auch anders geht, wenn man dies alles ablegt, offen wird und seine eigenen Erfahrungen macht! Und das passiert hier mit Elloren auf genialste Art und Weise! Das ist jetzt nicht böse gemeint, aber wer diese Message nicht versteht, hat für mich das Buch nicht verstanden! 

Mich entsetzt es regelrecht, dass man bei dieser Geschichte darauf schließt, dass solche Dinge unterstützt werden, denn es ist das absolute Gegenteil der Fall! 

Zu dem Thema mit der Verehelichung! Nun es ist immer noch ein Fantasy-Roman und gehört in dieser Geschichte dazu, wie in vielen anderen Büchern! Davon abgesehen, ist auch dies ganz klar im allgemeinen Wandel, wie sämtliche andere Gepflogenheiten, die einfach zum Grundwesen der Geschichte passen und gehören! Dass man dies bei einem Fantasy-Buch wie diesem überhaupt zum Thema macht, ist für mich ebenfalls absolut unverständlich!

Zum letzten Thema! Die Sexualität: Elloren erfährt im Buch von einer Person, dass diese homosexuell ist und das in einer Welt, die absolut rückständig ist. Klar, dass sie erst mal geschockt ist, wurde sie schließlich auch noch nie damit konfrontiert, im Gegenteil auch hier wurden ihr andere Werte regelrecht eingetrichtert! 
Doch auch hier ist die Message wieder, dass sie lernt und einsieht, dass dies normal ist und auch das hat die Autorin wieder super schön dargestellt! 

Ich glaube, ich habe meine Ansichten deutlich gemacht und beschrieben, und für mich ist die gesamte Message von diesem Buch absolut klar und verständlich:

Alle Menschen/Rassen sind gleich und Liebe ist in jeder Form gleichwertig! 
Man muss seine Vorurteile ablegen, offen sein für andere, für Neues, um daraus etwas Großes entstehen zu lassen! 

Für mich gibt es nicht den geringsten Zweifel, dass die Autorin genau dies vermitteln wollte! Aufzeigen, wie es nicht sein soll, dazu Parallelen zur Realität schaffen und dann zeigen, dass es so nicht sein muss! 

Beim besten Willen kann ich nicht nachvollziehen, wie man dies anders interpretieren kann und ich finde es mehr als schade! Schockierend! Traurig und entsetzend! Denn es rückt das Buch in ein Licht, ein falsches Licht, das diese Geschichte, die Autorin und auch Leser, die es lieben, nicht verdient haben! 
Und mit Geschmacksache hat das hier nichts mehr zu tun, leider! 
Ich hoffe, es werden trotzdem noch viele lesen und die Wahrheit dahinter erkennen! 

Gerne dürft ihr mir eure Meinungen und Ansichten zur Geschichte mitteilen! Ich bitte aber auch darum, alle, die es noch nicht gelesen haben: Bitte bildet euch eine eigene Meinung! Damit wären wir gleich wieder beim Kern des Buches! Hört nicht auf alles, lasst euch nicht zu sehr beeinflussen, nehmt Anreize, die ihr im Hinterkopf behaltet, aber um Himmels Willen, bitte verbreitet keine schlechte Kritik, die ihr selbst gar nicht beurteilen könnt, wenn ihr das Buch nicht gelesen habt! 

Ich bin auch offen für Kritik und Diskussionen, allerdings in einer nicht beleidigenden/beschimpfenden Art und Weise, sollte ja klar sein. :-D




Montag, 30. April 2018

Rezension zu "Lost in a book" von Jennifer Donnelly


Rezension zu "Lost in a book" von Jennifer Donnelly



Genre: Märchen / Die Schöne und das Biest
Erscheinungsdatum: 31.01.2017
Seiten: 352
Print: 11,98 € (englische Ausgabe/HC)
Reihe: nein
ISBN: 978-1484780985


Inhalt
Smart, bookish Belle, a captive in the Beast's castle, has become accustomed to her new home and has befriended its inhabitants. When she comes upon Nevermore, an enchanted book unlike anything else she has seen in the castle, Belle finds herself pulled into its pages and transported to a world of glamour and intrigue. The adventures Belle has always imagined, the dreams she was forced to give up when she became a prisoner, seem within reach again.


The charming and mysterious characters Belle meets within the pages of Nevermore offer her glamorous conversation, a life of dazzling Parisian luxury, and even a reunion she never thought possible. Here Belle can have everything she ever wished for. But what about her friends in the Beast's castle? Can Belle trust her new companions inside the pages of Nevermore? Is Nevermore's world even real? Belle must uncover the truth about the book, before she loses herself in it forever.

Bild- und Textquelle: Amazon


Meine Meinung
Allein das Cover von diesem Buch hat mich total verzaubert und ich musste es einfach haben, vor allem aber auch, weil ich ein riesiger Fan von "Die Schöne und das Biest" bin. Ich lese ja Einiges in Englisch und hier kann ich sagen, dass es sehr leicht verständlich geschrieben ist und daher meiner Meinung nach auch für Neulinge gut geeignet ist.

Die Geschichte beginnt mit einem Prolog zwischen der Liebe und dem Tod und das hat mich sofort noch neugieriger auf das Buch gemacht. Die weiteren Kapitel sind dann für Fans der Disney-Version erst mal nichts Neues. Mir ging es aber auch so, dass ich mich total über die ganzen tollen Figuren aus diesem Märchen gefreut habe. 

Manchmal hatte ich aber, gerade in den ersten Kapiteln, das Gefühl, dass ich mich hier mit einer Bewertung schwer tun werde, weil es ja nichts komplett Neues ist, sondern nur ein Teil davon. Allerdings fand ich den Schreibstil wirklich einnehmend und angenehm, sodass die Seiten schnell verflogen sind. 

Im weiteren Verlauf erhält man Einblick in Belles Leben im Schloss, und hier kommt dann die Geschichte in der Geschichte ins Spiel, die man aus dem bekannten Märchen nicht kennt. Ohne zu viel zu verraten, kann ich sagen, dass ich die Idee sehr gelungen fand, wenn auch ziemlich vorhersehbar. Es hat bei mir keine Begeisterungsstürme ausgelöst, Langeweile ist aber auch nicht aufgekommen. 

Es gab eine Kleinigkeit, die mich zudem ein wenig gestört hat. Belle wurde hier teils sehr naiv und blauäugig dargestellt, was ja rein theoretisch zu ihrem bisherigen Leben passen würde, aber mit der Belle aus dem Disney-Märchen konnte ich es manchmal nicht ganz vereinbaren, da es mir stellenweise zu durchschaubar war. 

Fazit
Lost in a book erzählt zum Teil die Geschichte von Die Schöne und das Biest und bietet gleichzeitig eine neue magische Nebenstory während Belles Aufenthalt im Schloss. Insgesamt fand ich das Buch für zwischendurch ganz schön und kann es auch weiterempfehlen, vor allem für Fans von diesem Märchen. Wer aber nach Spannung pur und grandiosen Twists und Überraschungen sucht, der sollte lieber die Finger davon lassen. Von mir bekommt das Buch 4 von 5 Eulen. 





Mittwoch, 25. April 2018

Rezension zu Scythe 1 von Neal Shusterman


Rezension zu "Scythe - Die Hüter des Todes" von Neal Shusterman



Verlag: Sauerländer / Fischer
Genre: Dystopie
Erscheinungsdatum: 21.09.2017
Seiten: 528
Print: 19,99 €
Ebook: 14,99 €
Reihe: ja / Band 1 der Trilogie
ISBN: 978-3737355063



Inhalt
Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches Wissen.

Die Menschheit hat die perfekte Welt erschaffen – aber diese Welt hat einen Preis.

Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster.

Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten …



Textquelle: Amazon


Meine Meinung
Am Anfang hab ich ja noch mit mir gerungen, ob ich dieses Buch unbedingt haben muss oder nicht, obwohl das Cover wirklich toll ist. Zum Glück habe ich mich dafür entschieden, denn es ist wirklich ein absolutes Highlight.

Ich konnte sofort in die Geschichte eintauchen. Der Schreibstil ist sehr besonders, im positiven Sinn. Die Scythe sind die Hüter des Todes und der Autor schafft es grandios dies zu vermitteln. Er schreibt teils trocken, geradezu emotionslos, ohne dass es dadurch an der Tiefe mangelt und mich trotzdem total abgeholt hat. Ich kann es nicht besser beschreiben, aber für mich ist das eine wahre Kunst, was er da geschaffen hat. 

Langsam führt er einen in diese Welt ein und man lernt nicht nur das Scythetum immer besser kennen, sondern auch Citra und Rowan. Man fühlt mit ihnen mit und erlebt diese Reise an deren Seite und ist absolut fasziniert, wie alles miteinander verstrickt wird. Oft dachte ich, es ist absolut klar, was als Nächstes kommt, aber schwer getäuscht, denn Neil Shusterman ist außerdem ein Meister der Verwirrung. Er hat mich immer wieder an der Nase herumgeführt und während des Lesens habe ich diese Geschichte immer wieder aufs Neue gefeiert, so begeistert war ich. Auch das Ende ist in meinen Augen absolut perfekt, und obwohl es keinen Cliffhanger gibt, will ich bald unbedingt Teil 2 lesen.

Fazit
Scythe hat meine Erwartungen haushoch übertroffen. Ich dachte mir, dass es gut sein würde nach den ganzen Empfehlungen, aber dass es für mich so grandios sein wird, hätte ich nicht vermutet. Ich konnte es nicht aus der Hand legen, es war faszinierend, anders, spannend, genial durchdacht, absolut unvorhersehbar und einfach grandios umgesetzt. Setting, Charaktere, Hintergründe, alles war perfekt durchdacht und hat mich nicht mehr losgelassen. Diese Geschichte kann ich also zu hundert Prozent weiterempfehlen und ist für mich ein absolutes Highlight! 



HIGHLIGHT


Weitere Meinungen

Booknerds by Kerstin





Dienstag, 24. April 2018

Rezension zu "Dumplin" von Julie Murphy


Rezension zu "Dumplin - Go big or go home" von Julie Murphy


Verlag: Fischer
Genre: Young adult
Erscheinungsdatum: 21.03.2018
Seiten: 400
Print: 18,99 €
Ebook: 16,99 €
Reihe: nein
ISBN: 978-3841422422


Inhalt
Willowdean – „16, Dolly-Parton-Verehrerin und die Dicke vom Dienst“ – wird von ihrer Mutter immer nur Dumplin' genannt. Bisher hat sie sich in ihrem Körper eigentlich immer wohl gefühlt. Sie ist eben dick – na und? Mit ihrer besten Freundin Ellen an ihrer Seite ist das sowieso total egal.
Doch dann lernt sie den sportlichen und unfassbar attraktiven Bo kennen. Kein Wunder, dass sie sich hoffnungslos in ihn verknallt – dass er sie allerdings aus heiterem Himmel küsst, verunsichert sie völlig. Plötzlich macht es ihr doch etwas aus, nicht schlank zu sein. 

Um ihre Selbstzweifel in den Griff zu bekommen, beschließt Will, sich der furchteinflößendsten Herausforderung in ganz Clover City zu stellen: Sie will am „Miss Teen Blue Bonnet“-Schönheitswettbewerb teilnehmen und allen – vor allem sich selbst – beweisen, dass die Kleidergröße für das ganz große Glück überhaupt keine Rolle spielt.

Textquelle: Amazon


Meine Meinung
Bei diesem Buch hat mich vor allem das Thema angesprochen. Die ersten Stimmen dazu klangen so begeistert, da musste ich es einfach selbst lesen.

Der Einstieg fiel mir leicht und Willowdean war mir gleich sympathisch. Sie ist 16 Jahre alt und obwohl sie natürlich auch die typischen Teenie-Probleme mit sich rumschleppt, wirkt sie doch manchmal auch sehr reif für ihr Alter. Denn sich selbst und sein eigenes Wohlgefühl bzgl. seines Körpers in Frage zu stellen, schaffen in diesem Alter nicht alle, zumindest nicht in dieser Form wie hier die Protagonistin. 

Es gab viele Situationen, in denen ich mich selbst wiedererkannt habe. Ich konnte die Selbstzweifel gut nachvollziehen und fand das toll beschrieben. Allerdings geht diese allgemeine wichtige Thematik im Laufe der Geschichte kurzzeitig ein wenig unter. Man begleitet Willowdean zwar durch den Alltag und erhält einen Einblick in ihre Gefühlswelt, aber ich hätte da teils einfach etwas mehr erwartet. Dadurch blieben nämlich auch die anderen Charaktere etwas blass, was ich sehr schade fand, denn da gibt es so einige, die ähnliche Kämpfe auszufechten haben. 

Fazit
Dumplin`beinhaltet ein Thema, das in meinen Augen ein großes Problem der Gesellschaft darstellt und leider viel zu sehr totgeschwiegen wird. Obwohl in dieser Geschichte sehr viel Wahrheit steckt und die Message dahinter mehr als wichtig ist, habe ich ein wenig mehr erwartet. Im Verlauf der Handlung rücken diese wichtigen Probleme doch ein wenig in den Hintergrund und man hat das Gefühl, hier hätte einfach viel mehr herausgeholt werden können. Trotzdem kann ich das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen und vergebe 4 von 5 Eulen. 





Freitag, 20. April 2018

Rezension zu "Palace of glass 1"


Rezension zu "Palace of glass - Die Wächterin" von C. E. Bernard


Verlag: Penhaligon
Genre: High Fantasy
Erscheinungsdatum: 19.03.2018
Seiten: 416
Print: 14,00 €
Ebook: 9,99 €
Reihe: ja / Band 1 der Trilogie
ISBN: 978-3764531959



Inhalt
Stellen Sie sich vor… 

London wäre ein Ort, an dem Tugend und Angst regieren. Ein hartes Gesetz untersagt den Menschen, die Haut eines anderen zu berühren. Denn die Bevölkerung und insbesondere das Königshaus fürchten die Gefahr, die von den sogenannten Magdalenen ausgeht – Menschen, deren Gabe es ist, die Gedanken anderer durch Berührung zu manipulieren. Die junge Rea zeigt so wenig Haut wie möglich. Einzig während illegaler Faustkämpfe streift sie ihre Handschuhe ab. Doch wie kommt es, dass die zierliche Kämpferin ihre körperlich überlegenen Gegner stets besiegt? Und warum entführt sie der britische Geheimdienst? Bald erfährt Rea, dass sie das Leben des Kronprinzen beschützen muss. Doch am Hof ahnt niemand, dass sie selbst sein größter Feind ist.

Textquelle: Amazon


Meine Meinung
Für das Cover war ich sofort Feuer und Flamme und auch der Klappentext hat mich angesprochen. Nach den ersten positiven Meinungen war ich nur noch gespannter auf den Inhalt.

Das Buch hat sich leicht und schnell lesen lassen. Der Schreibstil ist angenehm, bildhaft und leicht verständlich. Was mir gleich gefallen hat, ist die Idee mit den Magdalenen und deren Gabe, die so gefürchtet ist und bis zu einem gewissen Punkt fand ich das auch absolut nachvollziehbar. 

Rea ist eine von ihnen und findet sich plötzlich im Mittelpunkt ihrer eigentlichen Feinde wieder. Sie war mir zwar direkt sympathisch, aber es hat eine Zeit lang gedauert, bis ich einen klaren Bezug zu ihr finden konnte. Es ist immer wieder die Rede von einer Kreatur (genaueres müsst ihr selbst herausfinden), von der bzw. allein deren Erwähnung ich stellenweise wirklich mehr als genervt war. Neben der Protagonistin lernen wir noch viele andere interessante Charaktere kennen. Meine Lieblingsperson bisher ist allerdings Ninon. Ich kann nicht mal sagen, warum, aber sie übt auf mich eine Faszination aus und bei ihr hatte ich während des Lesens immer ein Lächeln im Gesicht. Auch Blanc hat es mir total angetan. Beim Prinzen allerdings hat es ziemlich gedauert, bis ich mit ihm warm wurde. Die erste Zeit fand ich ihn total merkwürdig, teils sogar unsympathisch und konnte die Anziehung gar nicht nachvollziehen. Erst im letzten Drittel ist er mir doch noch ans Herz gewachsen und konnte mich überzeugen. 

Das war für mich auch eines der wenigen Kriterien, die mir nicht gefallen haben, der lang fehlende tiefe Bezug zu den Figuren. Es gab zudem dazwischen Passagen, da ist mir persönlich ein bisschen zu wenig passiert, obwohl es zu keiner Zeit langweilig war. Man hätte aber noch ein wenig mehr rausholen können. 
Im Verlauf hat sich die Geschichte jedoch stetig gesteigert. Es gab viele Intrigen, manches absolut unvorhersehbar, Wendungen, die mich überrascht haben und alles war auf den Punkt genau durchdacht. Das letzte Drittel konnte ich nicht mehr aus der Hand legen und da fühlte ich zum ersten Mal auch diese tolle Verbundenheit zu den Charakteren, die ich zuvor teils vermisst habe.

Fazit
Mit Palace of glass startet eine Fantasy Trilogie mit einer neuen, vielversprechenden Idee. Es gibt unterschiedliche, gut durchdachte Charaktere, ein tolles Setting und viele undurchschaubare Handlungsstränge. Meine kleinen Anmerkungen wurden im Laufe der Geschichte besser, zum Ende hin war die Spannung vorhanden, die ich mir auch für den zweiten Teil wünsche und die Voraussetzungen stehen wirklich gut. Für diesen ersten Band vergebe ich daher 4 von  5 Eulen und freue mich total auf die Fortsetzung, die zum Glück schon im Mai erscheinen wird.


Herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!





Montag, 16. April 2018

Rezension zu "Die schwarze Zauberin"


Rezension zu "Die schwarze Zauberin" von Laurie Forest



Verlag: Harper Collins
Genre: Fantasy
Erscheinungsdatum: 05.03.2018
Seiten: 560
Print: 18,00 €
Ebook: 14,99 €
Reihe: ja / Band 1
ISBN: 9783959677363


Inhalt
Die 17-jährige Gardenierin Elloren ist die Enkelin der schwarzen Zauberin, der letzten großen Hexe ihres Volkes. Obwohl sie ihr sehr ähnlich sieht, spürt sie keine magischen Kräfte in sich. Ein Traum wird wahr, als sie dennoch auf die berühmte magische Universität gehen und das Handwerk der Apothekerin erlernen darf. Doch dort lernen auch Elben, gestaltwandelnde Lykaner und geflügelte Icarale – die Erzfeinde der Gardenier. Und als das Böse aufzieht, bleibt Elloren keine andere Wahl, als ausgerechnet denjenigen zu vertrauen, die sie für die schlimmsten Verräter gehalten hat.

Bild- und Textquelle: Harper Collins

Meine Meinung
Bei diesem Buch war ich mir ehrlich gesagt von Anfang an etwas unsicher. Mein Bauchgefühl hat mich aber dann doch zum Lesen gebracht. Das Cover finde ich sehr schön, wobei mir das englische etwas besser gefällt. 

Dieses Buch hat mich echt ganz schön aufgewühlt. Es fiel mir zwar leicht, in die Geschichte einzutauchen, aber es konnte mich gerade im ersten Teil nicht so fesseln, wie ich es mir erhofft hatte und ich war sogar etwas enttäuscht. Aber nicht falsch verstehen, es war zu keinem Zeitpunkt so, dass ich darüber nachgedacht hätte, es abzubrechen! Nur manchmal hat man eben gewisse Vorstellungen und wenn die nicht erfüllt werden, ist das ein wenig frustrierend. Doch dann kam die große Überraschung. Und das war es wirklich, denn im Folgenden muss ich euch erklären, wie ein Buch von einer kleinen Enttäuschung zu einer in Richtung Highlight gehenden Geschichte wurde. 

Dazu muss ich dieses Mal meine Rezension etwas aufteilen und beginne einfach mal mit dem, was mir nicht so gut gefallen hat.

Negativ: 
Lange Zeit hatte ich Probleme mit der Protagonistin, Elloren. Sie war mir nicht direkt unsympathisch, aber es gab schon einige Situationen, da mochte ich ihre Reaktionen und ihre Handlungen nicht. Von Beginn an war sie sehr naiv und leichtgläubig, was allerdings super zu der Geschichte gepasst hat und im Nachhinein auch wichtig für den weiteren Verlauf war, dazu aber später mehr. Jedenfalls habe ich mich erst mal schwer getan mit ihr. 

Auch ein Bezug zu anderen Charakteren fiel mir zu Beginn schwer, aber auch hier war es passend für die weitere Entwicklung. 

Ein Punkt, der sich durch das Buch gezogen hat, war für mich stellenweise auch die Tatsache, dass einiges etwas zu ausführlich behandelt wurde. Dadurch entstehen immer wieder mal kleine Längen, die zwar keinesfalls langweilig waren, aber eben trotzdem ein wenig die Spannung gedämpft haben. 

Außerdem hätte ich mir noch einen Nebenstrang gewünscht, der ein bisschen mehr auf die Magie eingeht, denn im Laufe der Handlung, geht diese in meinen Augen fast ein wenig unter. 

Kommen wir nun zum großen ABER, den Punkten, die ich absolut genial fand und die dazu geführt haben, dass dieses Buch trotz der kleinen Schwächen für mich zu einer großen Überraschung wurde und sogar in Richtung Highlight geht. Während dem Lesen, waren mir viele der positiven Dinge noch gar nicht sofort bewusst, erst gegen Ende hat sich dies immer mehr herausgearbeitet. Ich habe sehr intensiv über diese Geschichte nachgedacht und musste es auf mich wirken lassen.

Positiv:
Nicht von Anfang an (für mich), aber ab Teil 2 (was schon bei ca. 20 % beginnt) wurde immer mehr klar, dass die Autorin einen genialen bildhaften Schreibstil hat. Die Welt, die sie erschaffen hat und hier nach und nach beschreibt, ist wundervoll detailliert dargestellt und man kann sich alles perfekt vorstellen. 

Ab dem Punkt, an dem die Universität als Setting ins Spiel kommt, bin ich ihr absolut verfallen. Ich habe mich so in diesen Ort verliebt und im Laufe der Handlung wurde ich mehr und mehr davon angezogen. 

Die unterschiedlichen Rassen/Wesen, die die Autorin hier ins Spiel bringt, sind einfach nur der absolute Hammer. Aber nicht nur die Wesen an sich, sondern einfach das Verhältnis zueinander. Denn es geht in erster Linie um Machtkämpfe, Vorurteile und Rassismus. Es steckt hier so viel Wahrheit drin und ich glaube, ich habe bisher noch  nie einen Fantasy-Roman gelesen, in dem dies so intensiv und grandios umgesetzt wurde. 

Was ich zum Teil ja bemängelt habe, nämlich die Ausführlichkeit, war stellenweise aber auch perfekt für diese Geschichte. Denn man begleitet Elloren von einem behüteten gardnerischen Leben, in dem sie gelernt hat, dass die anderen Völker die "Bösen" sind, wie Icarale, Phoca, Lykaner, die Celten, und plötzlich sieht sie sich in einer Umgebung, wo sie mit diesen tagein tagaus zu tun hat. Langsam lernt man die Welt mit ihr richtig kennen und verstehen und auch in Frage stellen. Das war so grandios gemacht, dieser komplette Weg und damit auch ihre Entwicklung, das hat mich nachhaltig total beeindruckt und oft auch überwältigt. Manches empfand ich als sehr emotional und hat mich tief berührt. Auf ihrem Weg habe ich dann auch viele andere Charaktere tief ins Herz geschlossen und möchte sie nicht mehr wissen. Näher eingehen möchte ich darauf lieber nicht, da dies zu sehr spoilern würde, aber glaubt mir, wenn ich sage, ich könnte jetzt so ins Schwärmen verfallen, aber über wen genau, müsst ihr leider selbst herausfinden. Jedenfalls, was anfangs noch eine leichte Kritik war, entwickelte sich zu einer großen Stärke der Autorin, nämlich die Charaktere. Die Vielseitigkeit und Intensität, mit der man sie lieben lernt, haben mich absolut überzeugt.

Das letzte Drittel hatte es dann echt in sich. Ich konnte die Geschichte nicht mehr aus der Hand legen und war nur noch sprachlos. Es gibt einen Cliffhanger, der zwar eigentlich auszuhalten ist, aber da mich die Autorin noch so sehr einfangen konnte mit diesem Buch, kann ich es wirklich kaum erwarten, zu erfahren, wie es weitergeht. Wäre Band 2 schon erschienen, hätte ich diesen auch direkt im Anschluss gelesen und so werde ich mir im September die englische Ausgabe vorab besorgen, weil ich nicht so lange warten will.

Fazit
Die schwarze Zauberin ist das beste Beispiel dafür, dass auch nach einem ruhigen Einstieg noch etwas Großes entstehen kann. Es wurden hier so viele wundervolle Elemente vereint mit einem unglaublich grandiosen Setting. Mir kommt es vor, als hätte ich diesen Ort mit meinen eigenen Augen gesehen, die frische Waldluft gerochen und mit den unterschiedlichen Rassen zusammengelebt und sie kennengelernt. 
Auch wenn es ein paar kleine Schwächen gab, über die ich (noch) nicht komplett hinwegsehen kann, so haben doch im Laufe der Handlung die positiven Entwicklungen überwogen. Und wenn die Autorin es schafft, mich im nächsten Band in diesen Punkten auch noch zu überzeugen, dann wird diese Reihe noch zu einem echten Highlight für mich! Von mir gibts daher 4,5 Eulen mit der klaren Tendenz zu 5 Eulen, da ich diese Geschichte nachhaltig nicht mehr aus dem Kopf bekomme!

Herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!


Weitere Meinungen: